Zusammenkunst

Das Projekt „Zusammenkunst“: Mai – August 2022

Kunst, Kreativität, Kultur. Das Projekt „Zusammenkunst“ hat in neun einzelnen Projekten in Zusammenarbeit mit Bürgerinnen und Bürgern sichtbar gemacht, welches kreative Potential es in Borken bereits gibt. Es sind diese Ideen und die Menschen dahinter, die den 3. Ort ausmachen sollen – und ihn damit mit Leben füllen (Was ist ein 3. Ort?). Die Projekte zeigen beispielhaft, wie durch gemeinsames Gestalten der Bürgerschaft die Idee eines 3. Ortes schon jetzt erfahrbar wird.

Innerhalb von gut zehn Wochen haben Borkenerinnen künstlerische Inhalte zu den Themen des 3. Ortes erarbeitet: Kunst und Kultur im ländlichen Raum, ein Dritter Ort als Wohnzimmer der Stadtgesellschaft, die Borkener Kulturachse als städtebauliches Element zwischen Rathaus, Diebesturm, FARB und Vennehof sowie die Frage danach, was der Begriff „Kultur“ eigentlich bedeutet und bedeuten kann.

Unter Anleitung des Theaterkollektivs „Die Happy Few“, hier bestehend aus Sina Ebell, Ole-Kristian Heyer und David Loscher erarbeiteten die Teilnehmenden Inhalte aus den Bereichen Fotografie, Lyrik und Musik. Die öffentliche Aufführung der neun Einzelprojekte fand am 13. August 2022 in Borken statt. Ausgehend von einem temporären, öffentlichen „Kulturwohnzimmer“ als Synonym für den 3. Ort auf dem Marktplatz vor dem FARB konnten die Besuchenden beim „Kulturachsenspaziergang“ alle Inhalte live erleben. Neben einem Hörspiel, einer Gedichtinterpretation sowie Fotografien gab es auch ein jüdisches Volkslied sowie Interviews mit Borkenerinnen und Borkenern zu hören.

Die Zusammenkunst-Teilnehmerinnen sind Claudia Pidun Martin, Anna Beermann, Eva Wunderlich, Maria und Johanne Große-Kock, Johanna Kruse.

Über Die Happy Few 

Die Happy Few sind ein freies Theater und Performance-Kollektiv, das seit 2010 vielfältige Theater-Formate und Installationen produziert. Die Arbeiten des Kollektivs bewegen sich im Spannungsfeld von darstellender Kunst, Musik, Film und den bildenden Künsten. Die Arbeiten werden häufig im öffentlichen Raum produziert und präsentiert. Die Arbeitsweise der Die Happy Few entspricht weitgehend dem Prinzip Collage und Kontextualisierung. Durch dokumentarisches Material, partizipative Formate, qualitative Methoden, Texte, den gegebenen Orten und der Gleichwertigkeit der Mittel versucht das Kollektiv, soziale Handlungsräume inner- wie außerhalb künstlerischer Institutionen zu eröffnen.

Zu Beginn des Zusammenkunst-Projekts entschieden sich die Künstler*innen bewusst für einen offenen Prozess, um sich gemeinsam mit den Teilnehmerinnen dem Kulturbegriff in Borken anzunähern. Geleitet wurde Zusammenkunst von dem Musiker und Medienkünstler David Loscher, dem bildenden Künstler Ole-Kristian Heyer und der Schauspielerin Sina Ebell.

Alle neun Projekte entdecken: Der Zusammenkunst-Spaziergang entlang der Kulturachse

Der „Kulturachsenspaziergang“, der von Bürgerinnen und Bürgern und den „Die Happy Few“ individuell interpretiert wurde, konnte zwischen September 2022 und August 2023 auf eigene Faust unternommen werden. Entlang der „Achse“ in der Borkener Innenstadt befanden sich sechs Stationen, die durch QR-Codes auf orangen, dreieckigen Holztafeln markiert waren. Drei weitere Codes waren  in der Nähe der Achse bzw. thematisch im Stadtgebiet zu finden: An der Burg Gemen (Bienenhotel), im Stadtpark am Ehrenmal (Hörspiel) sowie auf dem Aa-Radweg hinter dem Rathaus (Das Blümelein). Ausgerüstet mit einem Smartphone zum Scannen der Codes konnte die Tour am sinnvollsten in Gemen (Burg) oder am Aa-Radweg begonnen werden und dann Richtung FARB abgelaufen werden.

Fotos: Stadt Borken / MediaMieze

Copyright: Stadt Borken / MediaMieze

Aftermovie

Die neun Projekte in der Übersicht

Igelskulptur

Aa-Brücke

Reportage Borkenflair

Gehwegpfleger

Neues Stadtarchiv

Jüdisches Denkmal

Diebesturm

Stadtpark

Bienenhotel